• Christine Gaulke Coaching

Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument sicher nutzen


Ein qualifiziertes professionelles Beurteilungs- und Entwicklungsgespräch läuft nicht nach "Schema F" ab. Viel wichtiger ist, zu berücksichtigen, dass jedes Beurteilungs- und Entwicklungsgespräch durch die Individualität jedes einzelnen Mitarbeitenden etwas "Einzigartiges" wird. Im Beurteilungs- und Entwicklungsgespräch muss ein ehrlicher, gegenseitiger Dialog zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden stattfinden können. Wichtig ist, sowohl über die Stärken und Schwächen, die Erreichung der Ziele vom Vorjahr und über die persönlichen Aspekte und Feedbacks des Mitarbeitenden zu sprechen. Es darf keineswegs eine "Abrechnung von Fehlern" sein. Mit dem Mitarbeitenden werden seine persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen besprochen. Diese interne Nachwuchsförderung ist eine wichtige Ressource für das Unternehmen. Es ist zu beobachten, dass Versäumnisse in der Vorbereitung diese Zielerreichung gefährden.

· Es findet wenig bis keine kritische Reflexion über das Beurteilungs- und Entwicklungsgespräch statt.

Optimierungsansätze:

Differenzierung der Beurteilungskriterien nach Aufgabe im Unternehmen.

Kann die Qualität und die Quantität eines Mitarbeitenden im Reinigungsdienst nach dem gleichen Massstab bewertet werden, wie die eines Vorgesetzten?

Sind das fachliche Wissen und Können eines Mitarbeiters in der Informatik gleichzusetzen mit dem Wissen eines Mitarbeiters aus dem Bereich der Technik? Genaue Begriffsdefinitionen müssen auf die einzelnen Arbeitsbereiche heruntergebrochen werden.

Für einen Mitarbeiter aus der Hotelerie hat der Begriff "Selbstständigkeit" evtl. eine andere Bedeutung als für eine Führungskraft. (Wertequadrat nach Schulz von Thun)

Langjährige Mitarbeitende ohne Veränderungen im Aufgabenbereich

Abwägen / überprüfen, ob bei langjährigen Mitarbeitenden, die weder das Arbeitsfeld, noch das Arbeitspensum geändert haben, jährlich ein Beurteilungs- und Entwicklungsgespräch stattfinden muss. Dies könnte durch ein Standortgespräch ersetzt werden.

Es darf für diese Mitarbeitenden allerdings kein Nachteil entstehen.

Mitarbeitende im niedrigen Teilzeitpensum

Überprüfen / Analysieren, ob bei langjährigen Mitarbeitenden, die in einem sehr niedrigen Arbeitspensum (z. Bsp. 20%) arbeiten, es notwendig und umsetzbar ist, dass Jahresziele vereinbart werden. Ist das "a jour` halten" nicht Herausforderung genug? Das persönliche Entwicklungsziel sollte nicht vergessen werden.

Vorbereitung des Mitarbeitenden auf das Beurteilungs- und Entwicklungsgespräch

Es ist sehr wichtig, dass auch die Mitarbeitenden sich bewusst auf ihr Gespräch vorbereiten. Sie sollten sich Gedanken über den Stand ihrer vereinbarten Vorjahresziele, über ihre persönliche Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz und über ihre Zukunfts- und Karrierepläne machen. Nur wer sich selbst im Klaren ist, was er/sie erreichen kann oder möchte, kann mit dem Vorgesetzten über seine Leistungs- und Entwicklungsziele reden.

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