• Christine Gaulke Coaching

Ist das die Wertschätzung, die wir brauchen

Neu wird dem Mangel an Pflegekräften mit «Schnellausbildungen» begegnet. So werden im Aargau Pflegehelfer/-in SRK in einem verkürzten Verfahren ausgebildet. «Die Lerninhalte bleiben gleich, werden aber in drei Wochen statt über mehrere Monate vermittelt.» (Medienmitteilung Kanton Aargau 06.04.2020) Das könnte ein wegweisendes Vorgehen sein. Ich stelle mir die Frage, ob dieses System auch auf andere Berufe übertragbar wäre. Nur ein Zehntel der jetzigen Ausbildungszeit würde den Nachwuchs in einigen Berufen sichern. Ich denke da zum Beispiel an Piloten, Berufsfeuerwehr, Polizisten und Chirurgen.

Hätten Sie ein gutes Gefühl, wenn Sie mit einem Piloten fliegen, der nur ein Zehntel der üblichen Ausbildungszeit durchlaufen hat?

Würden Sie sich von einem Chirurgen nach nur sechsmonatigem Medizinstudium und vier Monaten Facharztausbildung operieren lassen?

Dieselbe Art Fragen können Sie für sich auf viele andere Berufsgruppen übertragen.

Die Anerkennung für die Berufe, die in der jetzigen Situation das zivile Leben am laufen halten, ist gut und richtig. Das Grundproblem bei der Pflege ist, dass sich die Einstellung zu dieser Berufsgruppe kaum verändert. Und nein, ich glaube nicht, dass man diesem Notstand durch Zwangsrekrutierungen entgegenwirken kann.


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